{"id":6,"date":"2013-04-04T21:37:55","date_gmt":"2013-04-04T19:37:55","guid":{"rendered":"http:\/\/christianspitzer.de.dd23728.kasserver.com\/?page_id=6"},"modified":"2021-02-14T23:40:04","modified_gmt":"2021-02-14T21:40:04","slug":"meine-geschichte","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/christianspitzer.de\/?page_id=6","title":{"rendered":"Meine Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Prolog \u2013 Vorgeschichte<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Anmerkung: Diese Geschichte ist teilweise echt harte Kost, aber sie ist wahr. Meine Eltern, meine Familie und mein Pastor waren Zeugen. Ich konnte diesen Bericht erst nach 4 Jahren der Wiederherstellung niederschreiben. Ich habe vieles raus gelassen, aber die krassesten Dinge dennoch niedergeschrieben. Meine Geschichte soll aber auch eine Warnung an all diejenigen sein, die mit dem Feuer spielen. Dennoch ist die Story zur Ermutigung. Be blessed!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am 24. September 1978 wurde ich als 2.Kind meiner Eltern in Regensburg geboren.\u00a0Mein Vater hatte das Baugesch\u00e4ft seines Vaters \u00fcbernommen und hatte damit sehr viel zu tun. Sogar Sonntags arbeitete er oft im B\u00fcro, so dass von seiner Seite f\u00fcr uns Kinder nicht viel Zeit \u00fcbrig blieb.\u00a0Ich wurde zwar christlich erzogen, hatte aber keine pers\u00f6nliche Beziehung zu Gott. Wir gingen jeden Sonntag brav in die Kirche, was immer sehr ernst und langweilig war.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Als meine Eltern aber 1989 eine pers\u00f6nliche Entscheidung f\u00fcr Jesus Christus trafen und so eine ganz andere, viel engere Beziehung zu Ihm entstand, begann sich unser Leben als Familie zu verbessern.\u00a0Ich selbst hatte erst einige Zeit sp\u00e4ter mit 11 Jahren in freier Entscheidung mein Leben Gott gegeben. Zuvor wurde mir bewusst, dass ich Schuld in meinem Leben hatte und ich so von Gott getrennt &#8211; ohne Jesus &#8211; verloren war. Nach meiner Entscheidung sp\u00fcrte ich, wie eine Last von meinem Herzen verschwand. Ich durfte erleben, was es hei\u00dft, Vergebung f\u00fcr meine S\u00fcnden zu empfangen. Und ich war begeistert f\u00fcr Jesus. Wir waren dann sp\u00e4ter auf Kinderfreizeiten und erlebten dort Gott auf gewaltige Art und Weise. Meine Noten in der Schule wurden besser und \u00fcberhaupt mein ganzes Leben wurde erf\u00fcllter und aufregender, denn Gott schenkte mir totale Freude am Leben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Die unglaubliche Heilung eines kranken Teenagers<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Schulzeit und Leidenschaften..<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Nach Ende der Realschulzeit begann mein totales Abdriften von Gott. W\u00e4hrend der Zeit als Sch\u00fcler, als Teenie, hatte ich so gut wie \u00fcberhaupt keine Ahnung, wer ich wirklich war.\u00a0Ich lebte mein Leben haupts\u00e4chlich f\u00fcr zwei Sachen:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das war zum einen die Spielsucht am Computer (manchmal bis zu 7 Stunden t\u00e4glich), und zum anderen meine Musik. Ich h\u00f6rte Bands wie Metallica, Pantera, Nirvana und auch Sepultura.\u00a0Ich wollte auch \u201ecool sein\u201c und so dauerte es schlie\u00dflich auch nicht lange, bis ich mit dem Rauchen begann. Aber auch mal richtig &#8222;Saufen&#8220; wie z. B. auf der damaligen Abschlussparty war voll in. Irgendwie kam mir mein ganzes damaliges Leben total \u00fcberfl\u00fcssig und sinnlos vor. Ich spielte okkulte Rollenspiele am Computer, rebellierte mit aller Kraft gegen meine Eltern oder Lehrer und missachtete sie permanent. Als Sch\u00fcler an der Realschule war ich eher durchschnittlich und deshalb sehr unzufrieden und ma\u00dflos entt\u00e4uscht.\u00a0In der 9. Klasse (Technischer Zweig) hatte ich meine erste 5 im Zeugnis in Mathe. Ich war fast wegen Mathe durchgefallen. Das hatte bei mir einen ziemlichen &#8222;Knacks&#8220; verursacht. Ich war wirklich verzweifelt und weinte auch dar\u00fcber. Es war so ein Gef\u00fchl der Wertlosigkeit und Verzweiflung das mich qu\u00e4lte. Zum ersten Mal in meinem Leben befand ich mich in einem wirklichem Tief. Das Ganze f\u00fchrte dazu, dass ich allm\u00e4hlich in ein Loch aus Komplexen und Minderwertigkeit st\u00fcrzte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Anstelle eines flei\u00dfigen, aufmerksamen Sch\u00fclers avancierte ich zum Klassenkasperl, der die ganze Klasse zum Lachen brachte. So etwas wie Aufpassen und ruhiges konzentriertes Zuh\u00f6ren wollte ich einfach nicht. Daf\u00fcr bl\u00f6delte ich lieber. Der Lohn daf\u00fcr war permanentes und zeitaufwendiges Pauken zu Hause.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Und so blieb mir in meiner Freizeit au\u00dfer f\u00fcr Computer und Musik nicht mehr viel Zeit f\u00fcr andere Sachen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Musik, Computer und Fernsehen \u2013 das war mein Leben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ausbildung??? Was soll\u00b4s\u2026<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Beim Thema Berufswahl machte ich mir damals noch keine gro\u00dfen Gedanken oder Sorgen (Was will man schon, wenn nur 2 Dinge im Leben z\u00e4hlen?).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Au\u00dferdem wusste ich weder wozu ich wirklich begabt war, noch, wer ich eigentlich war. Mit anderen Worten \u2013 der Begriff Identit\u00e4t galt f\u00fcr mich als Fremdwort.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Nach der Schulzeit begann ich deshalb, ohne lange zu \u00fcberlegen, mit einer Lehre im elterlichen Betrieb als Maurer. Mit meinen Komplexen wurde es jedoch nur schlimmer und schlimmer. Meine Haut brachte das besonders stark zum Ausdruck. H\u00e4ssliche Akne und gro\u00dfe Hautunreinheit waren die Folge. Ich wurde als Lehrling von meinen Arbeitskollegen hart angefasst und mit harten Worten beleidigt. In der Berufsschule hatte ich meist die besseren Noten und wurde deshalb von meinen Klassenkameraden beneidet und gehasst. Ich hatte viele Neider und es kam dadurch oft zu gr\u00f6\u00dferen Auseinandersetzungen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Inzwischen war ich in einen Sumpf aus chronischer Depression und Minderwertigkeit versunken. Ich isolierte mich total von der Au\u00dfenwelt. Meine Kontakte zu Freunden brachen irgendwie auseinander. Ich hatte nur noch mich und meine Musik. Und die wurde immer h\u00e4rter, aggressiver und gottloser.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Fasziniert \u00fcber die Texte von Pantera und Sepultura, meiner damaligen Lieblingsbands, entbrannte in mir gro\u00dfer Hass auf meine Eltern und besonders auf meinen Vater. Ich wusste, dass ich total von meinem Vater vernachl\u00e4ssigt worden war, weil er wegen seiner Arbeit kaum Zeit mit mir verbrachte. Phil Anselmo, Leads\u00e4nger von Pantera, sang in einem Lied \u00fcber die Beziehung zu seinem Vater, den er als Bastard beschimpfte. Den Texten konnte ich entnehmen, dass Phil Anselmo schwer von seinem Vater entt\u00e4uscht worden war.\u00a0 Das war ja genau meine Situation!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Die Vaterwunde\u2026<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ich gab meinen Eltern und besonders meinem Vater die Schuld daf\u00fcr, dass ich zu einer so armseligen Pers\u00f6nlichkeit verkr\u00fcppelt war. Vorw\u00fcrfe wie grobe Vernachl\u00e4ssigung und mangelnder Dialog wurden laut. Ich wurde einfach nicht mit dem Erziehungsstil meines Vaters fertig. Mir kam das Ganze immer so vor wie nach dem &#8222;Friss oder Stirb-Prinzip&#8220;. Richtig verst\u00e4ndnisvolle Gespr\u00e4che mit dem Versuch, mich in Liebe zur Einsicht zu bewegen, gab es meiner Meinung nach auch nicht. Die meisten Gespr\u00e4che mit meinen Eltern endeten im Streit. Ich h\u00e4tte mir so sehr gew\u00fcnscht das mir jemand mal erkl\u00e4rt wie das Leben oder irgendetwas funktioniert. Stellenweise flogen auch ganz sch\u00f6n die Sachen. Es kam vor, dass meine Mutter die Fassung \u00fcber mein Benehmen verlor und vor Verzweiflung weinte. Ich f\u00fchlte nur noch Hass, Wut und Entt\u00e4uschung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Aber auch die Texte \u00fcber eine gescheiterte Liebesbeziehung, die Sinnlosigkeit des Lebens, das Chaos und die Kriege in der Welt\u00a0(Chaos A. D.) gepaart mit der gnadenlosen H\u00e4rte und Intensit\u00e4t der Musik trafen mich mitten ins Herz.\u00a0Au\u00dferdem war ich zur damaligen Zeitpunkt zum ersten Mal in meinem Leben verliebt. Dieses verliebt sein wurde zu einer echten Qual. Ich musste Tag und Nacht nur an das M\u00e4dchen denken, konnte kaum schlafen und war nervlich kurz vor dem Ende.\u00a0Aufgrund meiner chronischen Depression, der Akne und der Selbstmordgedanken, die ich mir bereits ernsthaft gemacht hatte, gab ich mir von Anfang an keine Chance, an die Frau ranzukommen.\u00a0Meine Gedanken waren nur voll von negativen, selbstzerst\u00f6rerischen Denkweisen. Und so gab ich auf, bevor ich ihr meine Liebe gestand. Dieser Zustand brachte mich fast um&#8230;.Das einzige, was mich damals noch in die Gemeinde, in einen Gottesdienst, zog, war die Sehnsucht meine gro\u00dfe Liebe sehen zu k\u00f6nnen. Im Gottesdienst dagegen war ich eher geistig abwesend und frustriert \u00fcber Gott und die Welt. Beim Singen der Lieder hatte ich sehr gro\u00dfe Zweifel und eine Wut auf Gott. Die meiste Zeit hinterfragte ich die Liedtexte. Ich hab\u00b4 mich gefragt: &#8222;Hey, was singst du \u00fcberhaupt? \u2013 Ich hab\u00b4 das gar nicht erlebt. \u2013 Ich glaube das nicht. \u2013 Es kotzt mich an. \u2013 Schluss damit!&#8220; \u00a0Wieder zu Hause angekommen, versuchte ich gleich meinen Frust mit der entsprechenden Musik auszulassen. Es war irgendwie ein Teufelskreis.\u00a0Die meiste Zeit zog ich mich damals allein zur\u00fcck um zu rauchen in Selbstmordgedanken zu versinken. Und die waren gerade als ich so verliebt war am st\u00e4rksten. So nach dem Motto: &#8222;And if you don\u00b4t love me, I\u00a0kill myself &#8230;&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Todeskampf\u2026<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Mein Leben schien so sinnlos so unendlich leer und ohne Hoffnung zu sein. An einem Abend sa\u00df ich v\u00f6llig verzweifelt im Bad und hatte ein Messer in der Hand\u2026 ich \u00fcberlegte mir ernsthaft die Pulsadern aufzuschneiden\u2026 Es war ein Todeskampf\u2026ich z\u00f6gerte\u2026 pl\u00f6tzlich wurde ich an etwaige Konsequenzen erinnert: Was ist wenn ich mein Leben selber ausl\u00f6sche? Und wie denkt wohl Gott, mein Sch\u00f6pfer dar\u00fcber? Komm ich dann in die H\u00f6lle? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Gibt es so was wie ein Gericht, ein Beurteilen wie man sein Leben gelebt oder beendet hat\u2026auf einmal kam die Ern\u00fcchterung: Wenn Gott mir das Leben geschenkt hat und ich mein Leben zugrunde richte\u2026bin ich dann mein eigener Gott? Sag ich dann zu Gott: \u201eDu kannst mich mal ?\u201c&#8230; oder sterbe ich danach den zweiten Tod? Ich brachte es nicht \u00fcbers Herz als mir die Konsequenzen bewusst wurden. Gott sei Dank nahm mich dann meine Schwester und ihr Freund mit ins Kino. Wir sahen damals \u201eEin Schweinchen Namens Babe\u201c und ich verzog \u00a0dabei keine Miene. \u00a0Abends wurde jeder Mist in der Glotze angeschaut. Horrorfilme faszinierten mich am meisten. Eines Abends, als ich wieder einen solchen Streifen verfolgte, bekam ich (wirklich) Angst. Solche \u00c4ngste, die mich sp\u00e4ter nicht mehr los lie\u00dfen. \u00a0Aber auch das Thema Endzeit\/Ende der Welt besch\u00e4ftigte mich sehr\u2026 Dieses Interesse veranlasste mich wenigstens ab und zu dazu in der Bibel \u00fcber dieses Thema nachzuforschen. Als Christ lebt man in der Erwartung der Wiederkunft Christi und das bevorstehende g\u00f6ttliche Gericht der Lebenden und der Toten. Die Hammerstelle war f\u00fcr mich im zweiten Teil der Bibel, im Evangelium nach Matth\u00e4us, Kapitel 24, der Endzeitrede Jesu. Dabei kamen mir \u00f6fters Fragen wie: &#8222;Was w\u00e4re denn, wenn ich bei Jesu Wiederkunft zur\u00fcckbleiben m\u00fcsste?&#8220; Ist mein Leben in Ordnung? Ich hatte, wie schon erw\u00e4hnt, gro\u00dfe Probleme in meiner Berufsschulzeit. Die ganze Ausbildung kotzte mich total an. Ich hatte Probleme mit meinen Arbeitskollegen und nat\u00fcrlich die gr\u00f6\u00dften Schwierigkeiten mit mir selbst. Ich dachte st\u00e4ndig, ich sei zu langsam oder zu ungeschickt. Das machte mich fast verr\u00fcckt. Ich verfluchte mich immer wieder bewusst und unbewusst. Aber auch Aussagen wie: &#8222;Ich dreh durch&#8220; oder &#8222;Ich bring\u00b4 mich um&#8220; waren tagt\u00e4glich aus meinem Munde zu h\u00f6ren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Wir ernten was wir s\u00e4hen&#8230; der totale Absturz\u2026<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Schlie\u00dflich kam es eines Tages wirklich soweit, dass ich w\u00e4hrend meiner Arbeit nervlich total am Ende war. Meine Depressionen wurden sogar so schlimm, dass ich sogar Stimmen h\u00f6rte, die mir negative Dinge w\u00fcnschten. Ich dachte zun\u00e4chst, das w\u00e4ren meine Arbeitskollegen. Stellenweise kam es mir so vor, als ob ich wirklich total provoziert und gehetzt wurde. So kam es, dass ich anfangs nicht mehr musste, wo mein Werkzeug war und ich gar nicht mehr richtig mitbekam, was um mich geschah. Ich war pl\u00f6tzlich arbeitsunf\u00e4hig, konnte mich \u00fcberhaupt nicht mehr konzentrieren und stand total neben mir.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Der Wahnsinn beginnt\u2026<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Es war kurz vor Ostern 1996, als mein Zustand abends noch w\u00e4hrend des Fernsehens v\u00f6llig kollabierte. Was dann im Einzelnen passierte, kann ich nur stellenweise wiedergeben. Alles was ich in den n\u00e4chsten Tagen erlebte, war wirklich die &#8222;H\u00f6lle&#8220;. Anfangs w\u00e4lzte ich mich auf dem Sofa und am Wohnzimmerboden und spuckte dabei meinen Frust aus. Mit anderen Worten \u2013 ich begann durchzudrehen&#8230;Ich hatte ein Vision vom Ende der Welt. Ich bekam solche Angst, dass ich am ganzen K\u00f6rper zitterte. Meine Mutter konnte an meiner Stirn kalten Angstschwei\u00df f\u00fchlen.\u00a0Aber der Horror begann erst. Neben den zahlreichen Halluzinationen und Angstzust\u00e4nden hatte ich eine Illusion, in der jemand meinen Vater nach einem heftigen Streit mit dem Beil erschlug. Ich h\u00f6rte ihn nur noch schreiend zusammensacken. Dann stand ich unter Schock. Man musste mich in mein Bett tragen. Ich sah an der Treppe entlang und im ganzen Flur alles voll mit Blut verschmiert. \u00a0Es war wie beim \u201eZauberlehrling\u201c: \u201e\u2026die Geister die ich rief wurde ich nicht mehr los\u2026\u201c\u00a0Im Bett angekommen ging es weiter. Erinnerungen aus den Horrorfilmen wurden lebendig. Ich sah, wie die wie kleine menschenfressende Monster mit gro\u00dfen leuchtenden Katzenaugen auf die Erde kamen, um diejenigen zu t\u00f6ten, die nach der Wiederkunft Jesu zur\u00fcckgeblieben waren. Die Horrorvisionen wurden immer krasser und verr\u00fcckter. Ich dachte, ich m\u00fcsste meine Schwester, die damals ebenfalls im Haus war, vor diesen Monstern besch\u00fctzen. Ich lag in meinem Bett, als ich pl\u00f6tzlich ganz stark die Gegenwart dieser Wesen, zu meinen F\u00fc\u00dfen, sp\u00fcrte. Im n\u00e4chsten Moment vernahm ich ihr d\u00e4monisches Gekicher auf eine so unglaublich realistische Art und Weise, dass ich wirklich Todes\u00e4ngste bekam. Ich erschrak als ich diese gl\u00fchenden roten Augen sah. Anschlie\u00dfend sp\u00fcrte ich eine Verwandlung und glaubte, mich in einen solchen &#8222;D\u00e4mon&#8220; zu verwandeln. Im n\u00e4chsten Moment kam es mir so vor, als ob ich gr\u00f6\u00dfer und st\u00e4rker werden w\u00fcrde und &#8211; so verr\u00fcckt es auch klingen mag \u2013 ich mutierte in meiner schizophrenen Gedankenwelt zu einem dieser Monster. Der Freund meiner Schwester hatte sich bereit erkl\u00e4rt, nachdem er meinen Zustand miterlebt hatte, mit mir in meinem Zimmer zu \u00fcbernachten. Er war sogar die ganze Zeit hindurch neben mir gelegen und hatte f\u00fcr mich gebetet. Sp\u00e4ter erfuhr ich von ihm, wie er in dieser Nacht ganz deutlich d\u00e4monische M\u00e4chte sp\u00fcren konnte und dass er sogar einen todes\u00e4hnlichen Verwesungsgeruch riechen konnte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der n\u00e4chste Morgen begann wiederum mit schizophrenen Gedanken. Ich hatte eine Vision vom Paradies. Ich sah, wie ich als &#8222;wiedergeborener Adam&#8220; mit meiner gro\u00dfen Liebe erwachen w\u00fcrde. Es war auf einmal alles so eitel und so sch\u00f6n. Dann umarmte ich &#8222;meine Eva&#8220; leidenschaftlich. Das wirkte in meinem Unterbewusstsein alles so unglaublich echt.\u00a0W\u00e4hrend des Umarmens kam mir ein Liedtext von Saviour Machine in den Sinn. Da hie\u00df es: &#8222;Hold me in your arms&#8230; Hold unto the dream&#8230; And the cry to wipe away the tears&#8230;&#8220;\u00a0Doch der Schein tr\u00fcgte. Ich knurrte wie ein Wolf und wollte schreiend aus dem Fenster springen. Doch jemand hielt mich zur\u00fcck.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Ewig\u2026 getrennt..\u00a0 von\u2026 GOTT ???&#8230; hard pain&#8230;<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Anschlie\u00dfend fiel ich auf den Boden, wo ich weinend liegen blieb. Dort auf dem Teppichboden meines sch\u00f6nen Zimmers hatte ich mein bislang schlimmstes Erlebnis. Ich dachte, ich muss nun des ewigen Todes sterben. Ich sah mich verwesen und mein Skelett zu Staub zerfallen. <span style=\"text-decoration: underline;\">Dabei sp\u00fcrte ich einen nicht mit Worten zu beschreibenden psychischen Schmerz \u2013 ein Gef\u00fchl der Trennung von Gott f\u00fcr immer und ewig.<\/span> Meine Mutter erz\u00e4hlte mir sp\u00e4ter, dass ich in dieser Situation wie ein sterbender Hund bitterlich heulte. Ein kalter Angstschwei\u00df lag auf meiner Stirn\u2026 In dieser Zeit hatte ich l\u00e4ngere Zeit nicht mehr richtig geschlafen. Ich war vor Todes\u00e4ngsten wie gel\u00e4hmt. \u00a0W\u00e4hrend meiner Krankheit beteten meine Familie und meine Gemeinde st\u00e4ndig f\u00fcr mich. Gerade f\u00fcr meine Eltern und Geschwister war es eine besonders schwere Zeit, in der sie immer wieder zu Gott schrien. Meine Geschwister flehten Gott auf Knien und unter Tr\u00e4nen an und baten Ihn, mir noch einmal seine Gnade zu schenken und mich zu heilen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In den unz\u00e4hligen Visionen und schizophrenen Handlungen kamen immer wieder Gedanken an meine gro\u00dfe Liebe vor. Teils himmlisch sch\u00f6n \u2013 teils traurig. Es war eine st\u00e4ndige Achterbahnfahrt der Gef\u00fchle. Alles was ich in den letzten Monaten und Jahren nicht verarbeiten konnte wie z. B. meine okkulte Musik, meine Minderwertigkeit, meine Depression, meine Aggressionen, meine Bitterkeit, meine Entt\u00e4uschungen und mein ungl\u00fcckliches verliebt sein, kam hoch und \u00e4u\u00dferte sich in schweren psychischen St\u00f6rungen wie Wahnvorstellungen und Horrorvisionen bzw. Todes\u00e4ngsten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Was sich jedoch im Einzelnen noch abspielte, kann ich nicht alles wiedergeben. Ich hatte mich einfach nicht selbst unter Kontrolle und konnte deshalb auch meine Handlungen nicht steuern.\u00a0Aber tief in mir war der Schrei: \u201eGott wenn du sagst das du alle Macht im Himmel und auf Erden hast, dann will ich das erleben!\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Licht im Dunkel?<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Eines Tages wurde ich von meinem damaligen Pastor besucht. Er bat mich, ein Gebet nachzusprechen und mich so von all den negativen Dingen und Fl\u00fcchen loszusagen. Ich tat es, erwartete aber nicht viel davon. Ich war ja auch noch nicht ganz klar im Kopf. Kurze Zeit sp\u00e4ter ging es mir aber zum ersten Mal deutlich besser. Eine Weile darauf erhielt ich einen Anruf vom Pastor. Er fragte mich nach meinem Zustand. Daraufhin antwortete ich ihm, dass mein Leben ein einziges Tr\u00fcmmerfeld sei. \u00a0Dann passierte etwas, was mich sehr im Herzen ber\u00fchrte: Der Pastor begann auf einmal damit, mir ein altes Kirchenlied ins Telefon zu singen. Anschlie\u00dfend ermunterte er mich dazu, Lobpreis zu machen oder Lobpreismusik anzuh\u00f6ren und Gott zu loben und zu danken. Mit diesen Worten beendete er das Gespr\u00e4ch. \u00a0\u00a0Dann geschah das Unglaubliche: Ich schaltete meine Anlage ein und legte eine rockige Gospel-cd &#8222;The rock cries out&#8220; in den Player. Ich wusste zwar, dass meine Anlage einen tollen Sound hatte, aber was ich anschlie\u00dfend zu h\u00f6ren bekam, war f\u00fcr mich ein kleiner Vorgeschmack des Himmels. Mir kam es so vor, als ob ein paar Engel tatkr\u00e4ftig mit Harfe und Zimbeln zur Unterst\u00fctzung mitspielen w\u00fcrden. Der Sound war derma\u00dfen kristallklar, das war echt der Hammer! Wow!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ich begann intuitiv Gott mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen zu loben und zu preisen. Und obwohl ich die Texte noch gar nicht richtig wahrnehmen konnte, klatschte, tanzte und jubelte ich total ausgelassen vor Jesus und dr\u00fcckte ihm so meine Liebe aus. (&#8222;I love the Lord&#8220;)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der Heilige Geist und die Kraft Gottes \u00fcberw\u00e4ltigten mich in einer atemberaubenden Kraft und Gegenwart. Eine \u00fcbernat\u00fcrliche Freude und ein tiefer tiefer Friede erf\u00fcllte mich. Ich purzelte in meinem Zimmer auf und ab und tanzte wie wild hin und her (&#8222;When the spirit of the Lord&#8230;&#8220;). Es war ein unbeschreibliches Gef\u00fchl von Freiheit und Freude. Ich lag am Boden und ruhte in Gott, so \u00fcberw\u00e4ltigt wurde ich. Ich dachte, ich w\u00e4re im Himmel \u2013 f\u00fcr immer bei Jesus. Es war, als ob ich &#8222;1.000 Schmetterlinge im Bauch&#8220; hatte. Ich war &#8222;auf Wolke 7&#8220;. Es war alles so unbeschreiblich herrlich und hell, mein ganzer Verstand, mein Inneres wurde wie erleuchtet, hell durchstrahlt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Als dann die CD fast zu Ende war, bin ich aufgestanden und war schon irgendwie leicht entt\u00e4uscht, weil ich doch noch nicht am Ziel (Ewig bei Jesus im Himmel) angekommen war.\u00a0Trotzdem ging es mir nach diesem Erlebnis so richtig gut!!! Das war ein kleiner Vorgeschmack auf den Himmel, das wusste ich. Mir wurde noch etwas klar: Im Himmel gibt es keine Trauer!\u00a0Ich wusste, dass ich eine Begegnung mit dem lebendigen Gott hatte und \u00a0ich befreit war.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Mir war klar, dass in Zukunft alles besser werden w\u00fcrde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">W\u00e4hrend des Lobpreisens empfing ich ein Wort aus dem 4. Kapitel der Bibel aus dem Johannesevangelium. Da hei\u00dft es: &#8222;Es kommt aber die Zeit, in der die wahren Anbeter im Geist und in der Wahrheit anbeten werden.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Es dauerte nicht lange und das Telefon klingelte. Es war wieder unser Pastor, der wissen wollte wie es mir geht. Diesmal konnte ich ihm als erstes bezeugen, wie Gott mich in k\u00fcrzester Zeit des Lobpreisens und der Anbetung geheilt hatte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ich war echt happy. Praise God!!!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Epilog\/Dez.2000<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Nun sind 4 Jahre vergangen, nachdem ich diese einzigartige Heilung und Begegnung mit Gott erfahren durfte. Mein Leben zuvor glich einem Scherbenhaufen oder einem v\u00f6llig zerst\u00f6rten Haus, das erst wieder aufgebaut werden musste.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Meine Heilung bezeichnete ich als Neubeginn oder als Neugeburt.\u00a0Ich durfte auf der einen Seite erfahren, wie gn\u00e4dig und liebevoll Gott sein kann; andererseits aber auch den Schmerz erleben, von Ihm getrennt zu sein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Gott stellte mich in den letzten 4 Jahren wieder komplett neu her.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Er gab mir neue Gedanken und schenkte mir wieder Hoffnung und Lebensperspektiven. Doch gerade diese Erneuerung des Sinnes und der Denkweisen ist f\u00fcr mich bis heute eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen meines (Glaubens-)Lebens geblieben. Es ist ein Prozess, der nicht von heut\u00b4 auf morgen geschieht und deshalb sehr viel Geduld und Gemeinschaft mit Gott erfordert.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Heute bin ich 22 Jahre als und wei\u00df erst ann\u00e4hernd, wie wichtig es ist, (sich) seine Gedanken tagt\u00e4glich zu erkennen. Gerade in einer Zeit, in der auf uns von allein Seiten st\u00e4ndig negative Meldungen und Worte einprasseln, ist es besonders wichtig, Gottes Gedanken zu denken. Zu wissen, was Er \u00fcber uns denkt, wie Er uns sieht und daf\u00fcr dankbar zu sein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Heute wei\u00df ich auch, dass ich nach dieser Heilung durch Lobpreis und Anbetung Gott in diesem Bereich dienen werden. Mein Gebet klang nach dieser krassen Begegnung folgenderma\u00dfen:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>\u201eHerr, Du bist mir teurer als Silber.<br \/>\nHerr, Du bist mir kostbarer als Gold.<br \/>\nIch will singen dem Herrn mein leben lang.<br \/>\nIch will loben meinen Gott so lang ich bin.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Heute w\u00fcrde ich sagen, dass ich nach einer hei\u00dfen Auf-\/Umbauphase wieder in ein komplett neues \u201eLebenshaus\u201c eingezogen bin.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline; color: #000000;\">Nach dieser Begegnung wusste ich auf einmal dass Ich in den Augen Gottes unendlich wertvoll bin.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Dadurch erkannte ich einige gottgeschenkte Begabungen und Talente und wie Gott mir neue Ziele und eine Lebensvision geschenkt hat.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Gott stellte meine Beziehung zu meinen Eltern wieder her, er gab mir eine andere Einstellung zur Musik und er heilte mich von Minderwertigkeit, Depression und Todes\u00e4ngsten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>\u201eNever going back again!\u201c<\/strong> <i><\/i><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Es ist mir heute ein gro\u00dfes Anliegen geworden ein positives Vorbild f\u00fcr die Jugend zu sein und all diejenigen zu warnen \u201edie mit dem Feuer spielen.\u201c Mein Herz brennt daf\u00fcr, zu sehen wie die Gefangenen frei werden und die Ketten gesprengt werden im Namen Jesus. Jesus selbst ist gekommen um all diejenigen zu heilen die gebrochenen Herzens sind.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Erfahrungen und Wunder die ich mit Gott erleben durfte hatten bei mir jeden Zweifel an die Existenz Gottes und einer lebendigen Gotteserfahrung ein f\u00fcr alle Mal beseitigt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>God\u00b4s alive \u2013 He\u00b4s real and He loves me \u2013<br \/>\nIt\u00b4s true \u2013 indeed!<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Gott ist lebendig. Er ist real und Er liebt mich!<br \/>\nEs ist tats\u00e4chlich wahr!<br \/>\nAMEN!<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Im Dez. 2000<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prolog \u2013 Vorgeschichte Anmerkung: Diese Geschichte ist teilweise echt harte Kost, aber sie ist wahr. 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